Worte, die bleiben – Aus meinem Leben: Begleittext zur Folge 5
Intro
Jede Folge ist ein Schritt zu dir selbst. Willkommen bei Innen.ART – dem Podcast für deine innere Landschaft, wo die Inspiration leise erwacht, Kreativität Transformation entfacht und Heilung einen Raum findet – mit mir Beate Eierle.
Einleitung
Folge 5: Überraschungsbesuch – Emotion oder Gefühl?
Wirst du gesteuert, oder steuerst du dich selbst?
Du kommst nach Hause.
Ein hektischer Tag liegt hinter dir.
Schuhe ausziehen.
Schlüssel auf den Tisch.
Ein Seufzer vielleicht.
Und dann siehst du es –
das kleine, blinkende Licht am Anrufbeantworter.
Du drückst auf Play.
Eine Stimme.
Ruhig. Oder auch nicht.
„Hallo, rufen Sie mich bitte zurück. Es ist was passiert.“
Und plötzlich ist sie da.
Die Enge im Brustkorb.
Der flache Atem.
Gedanken, die sich überschlagen wie aufgewühlte Vögel.
Was ist geschehen? Wem?
Ist es schlimm? Oder harmlos?
Deine Muskeln spannen sich an.
Dein Magen zieht sich zusammen.
Bilder rasen durch dein Inneres, schneller als Worte.
Und du fragst dich vielleicht:
Was ist das gerade in mir?
Ist das eine Emotion?
Oder ist es schon ein Gefühl?
Ist es einfach über mich gekommen – wie ein Reflex?
Genau hier beginnt unsere heutige Reise.
Eine Reise in den feinen Unterschied zwischen dem, was geschieht –
und dem, was wir daraus machen.
Zwischen der schnellen, körperlichen Reaktion – der Emotion –
und dem bewussten inneren Erleben – dem Gefühl.
Liegt genau in dieser Unterscheidung der Schlüssel zu unserer Selbstregulation?
Ich versuche eine Differenzierung, die sich mit dem wissenschaftlichen Konsens: Emotionen vs. Gefühle verbinden lässt.
Schauen wir uns doch beide Begriffe genauer an.
Emotionen
- sind schnelle, oft unbewusste automatische Reaktionen auf innere oder äußere Reize. Sie manifestieren sich in körperlichen Veränderungen wie Herzklopfen, Muskelanspannung oder hormonellen Ausschüttungen.
- Aufgrund ihres evolutionären Ursprungs dienen sie dem Überleben, indem sie auf Bedrohungen oder Belohnungen hinweisen und entsprechende Verhaltensweisen auslösen.
Gefühle
- entstehen, wenn wir uns der körperlichen Veränderungen bewusst werden und sie interpretieren. Sie sind die subjektive Erfahrung der Emotionen.
- Die Interpretation und Benennung von Gefühlen wird durch persönliche Erfahrungen, kulturelle Hintergründe, individuelle Prägungen und erlernte Konzepte beeinflusst.
Ich möchte vier zentrale Modelle kurz erwähnen, um einen Überblick über wissenschaftliche Konzepte zu vermitteln.
1. Klassisch-biologische Sicht (Paul Ekman):
- Emotionen = universelle, biologisch festgelegte Programme (z. B. Wut, Angst, Freude)
- Körpersprache, Gesichtsausdruck, Herzschlag – alles ist evolutionär festgelegt
2. Neurokonstruktivistische Sicht (Lisa Feldman Barrett):
- Emotionen sind nicht „fest verdrahtet“, sondern vom Gehirn konstruiert
- Entstehen aus Interpretation körperlicher Signale + Vorerfahrungen + Sprache
- Selbstregulation durch Begriffsvielfalt und Perspektivwechsel ist möglich
3. Embodiment-Ansatz (Antonio Damasio):
- Emotion = körperliche Reaktion
- Gefühl = bewusste Wahrnehmung und Bewertung dieser Reaktion
- Gefühle helfen uns, Entscheidungen zu treffen, die unser Überleben sichern
4. Neurobiologischer-Ansatz (Jaak Panksepp) – Die Primären Emotionssysteme
Panksepp hat durch seine neuroethologischen Studien – vor allem an Säugetieren – sieben evolutionär alte, im limbischen System verankerte emotionale Schaltkreise identifiziert. Diese bilden die Grundlage für unsere Affekte, Motivationen und viele Verhaltensimpulse. Sie sind vorbewusst, körperlich spürbar und universell über die Spezies hinweg.
Er nannte sie:
- SEEKING (Suchen/Erkunden)
- RAGE (Wut/Zorn)
- FEAR (Angst/Furcht)
- LUST (Lust/Sexualität)
- CARE (Fürsorge)
- PANIC/GRIEF (Trennungsschmerz)
- PLAY (Spiel/Soziales Spiel)
Warum sind diese Schaltkreise bedeutsam?
- Sie sind archaisch und tief im Gehirn verankert, vor allem im mesolimbischen System.
- Sie strukturieren unsere emotionalen Grundhaltungen – weit vor jedem bewussten Denken.
- Sie beeinflussen Beziehung, Kreativität, Traumaverarbeitung und Motivation.
- Ihre Balance oder Dysregulation zeigt sich oft in psychosomatischen Mustern oder Blockaden.
- Sie sind embodied – also direkt körperlich spürbar und durch Körperarbeit sowie kreative Methoden ansprechbar.
Jaak Panksepps Ansatz wirkt auf den ersten Blick beinahe spartanisch. Nur sieben primäre Emotionssysteme verglichen mit den dutzenden oder gar hunderten differenzierten Gefühlen, die wir im Alltag erleben. Doch dieser Widerspruch löst sich auf, wenn wir zwischen Grundemotionen, sekundären Gefühlen und komplexen Affekten unterscheiden.
Man könnte sich jetzt die Frage stellen:
Warum gibt es so viele Konzepte?
Emotion ist kein einheitlich definierter Begriff. Unterschiedliche Schulen und Disziplinen fokussieren auf unterschiedliche Aspekte.
Wie viele Emotionen gibt es?
Das hängt davon ab, auf welcher Ebene du suchst:
Ebene: Primäre Emotionssysteme (Jaak Panksepp)
Anzahl: 7
Beschreibung: Universelle, biologische Grundmotive
Ebene: Basisemotionen (z. B. Paul Ekman)
Anzahl: 6–8
Beschreibung: Freude, Wut, Angst, Trauer, Ekel, Überraschung …
Ebene: Sekundäre Emotionen
Anzahl: 30+
Beschreibung: Kulturell geformt, aus Kombis entstanden (z. B. Schuld, Neid)
Ebene: Komplexe Gefühle & Affektkombinationen
Anzahl: 100+
Beschreibung: Differenzierung (z. B. Enttäuschung = Trauer + Erwartung)
Vielleicht eine Metapher die das ganze vereinfacht.
Metapher
Denk an Jaak Panksepps Emotionssysteme wie an die Grundfarben (Rot, Blau, Gelb). Alle anderen Emotionen sind Mischungen, Nuancierungen oder durch Sprache geformte Bedeutungsräume.
Fazit
Es gibt wie so oft verschiedene Sichtweisen, doch alle bestätigen: Es beginnt im Körper. Und wir können lernen, daraus bewusst zu gestalten. Und genau da möchte ich ansetzten.
Willkommen in deinem Körper. Dort, wo alles beginnt, bevor wir es mit Worten benennen können.
Vielleicht spürst du noch die Enge von eben, als du den Anrufbeantworter abhörtest. Den Druck. Die flache Atmung. Etwas hat dich erreicht – aber was genau war es?
Um Emotionen wirklich zu verstehen, dürfen wir die Sprache des Körpers hören lernen.
Was passiert denn da eigentlich in uns, wenn etwas ganz plötzlich anklopft?
Das limbische System – vor allem die Amygdala und der Hypothalamus – schlägt Alarm.
Es reagiert in Sekundenbruchteilen, wenn ein Reiz – innerlich oder äußerlich – uns emotional berührt und als bedeutsam eingestuft wird.
- Neurotransmitter sind kleine Botenstoffe, die in den Synapsen des Nervensystems wirken – und dabei große Wellen auslösen.
- Hormone zirkulieren über den Blutkreislauf, wie z. B. Adrenalin oder Cortisol.
Beide beeinflussen blitzschnell unser gesamtes Erleben:
Herzschlag, Muskeltonus, Atmung, Verdauung und sogar unsere Wahrnehmung.
Sie machen uns bereit:
Für Kampf, Flucht oder Rückzug.
Oder je nach Situation auch für Nähe, Lernen oder Freude.
Lass mich dir ein paar dieser Botenstoffe vorstellen. Nicht als Fachbegriffe, sondern als innere Begleiter, die du vielleicht kennst ohne ihren Namen jemals gehört zu haben.
Noradrenalin – er ist der Alarmgeber
Wenn er sich zeigt, spürst du sofort:
Da ist Spannung.
Dein Herz klopft schneller.
Deine Muskeln ziehen sich zusammen.
Der Atem wird flach.
Achtung! Etwas stimmt nicht.
Das ist nicht unbedingt negativ.
Es heißt nur: Du bist wach – bereit zu handeln.
Doch manchmal bleibt der Alarm an, auch wenn nichts mehr zu fürchten ist.
Dopamin – dein Antreiber
Er macht Lust auf Ziel, auf Belohnung.
Du spürst ihn, wenn du dich freust.
Wenn du etwas willst. Wenn dein Herz springt.
Oder wenn du kaum stillsitzen kannst vor Neugier.
Komm, da geht noch was. Weiter, los!
Doch Achtung – er ist wie ein Süßigkeitenverkäufer:
immer auf der Suche nach dem nächsten Kick.
Serotonin – der weise Alte unter den Botenstoffen
Er bringt Stille. Ausgeglichenheit.
Vielleicht ein leichtes Lächeln.
Einen Moment von: „So ist es gut.“
Du spürst ihn nach einem Spaziergang,
bei Sonnenlicht,
nach einem guten Gespräch.
Du darfst dich ausruhen.
Acetylcholin – der Vermittler. Der Lerner
Er macht dich wach – aber ruhig.
Fokussiert – aber offen.
Du spürst ihn, wenn du jemandem wirklich zuhörst.
Oder wenn du lernst, ohne Druck.
Ich bin da. Und bereit.
Fazit – dein Körper spricht zuerst
All das – das bist du.
Dein Körper. Dein inneres Orchester.
Es spielt lange bevor dein Verstand sich einklinkt.
Und hier liegt der Schlüssel:
Wenn du spürst, was gerade in dir aktiv ist,
kannst du wählen, wie du darauf antwortest.
Du bist nicht deine Emotion.
Du bist die, die spürt.
Und die gestalten kann.
Und wie geht das jetzt mit der Gestaltung?
Wenn du Emotion als Prozess verstehst und nicht nur als Etikett, dann fragt eine tiefergehende Sicht nicht nur: Welche Emotion ist das? Sondern sie fragt:
- Woher kommt sie?
- Was will sie mir zeigen?
- Was geschieht, wenn ich ihr wirklich zuhöre – statt sie zu regulieren oder zu etikettieren?
Leitfaden
Ich habe dir einen inneren Leitfaden mitgebracht für die Selbstbeobachtung und Selbstregulation. Ich möchte das du ihn verstehst wie eine Einladung zur Selbstbegegnung mit der Frage: Was geschieht in mir – und wie gehe ich damit um?
1. Schritt: Achtsames Spüren – der Einstieg
Wenn etwas in dir anklingt, eine Regung, ein Ziehen, eine Unruhe, dann beginne hier. Spür hin. Ohne es gleich verstehen zu müssen.
Fragen, die dich begleiten können:
- Was nehme ich körperlich wahr?
(z. B. Druck in der Brust, Wärme, Zittern, Enge) - Welche Gedanken tauchen auf?
(Schnell, laut, kreisend? Oder eher leise, schwer?) - Welche inneren Bilder erscheinen?
(Flüchtig? Eindringlich? Irritierend? - Welche Handlungstendenz spüre ich?
(Rückzug? Angriff? Flucht? Nähe suchen?)
Reflexionsimpuls:
Stel dir die Frage: Bin ich Zuschauerin, oder Mitspielerin im inneren Film?
Kann ich einfach beobachten, oder versuche ich zu kontrollieren, zu analysieren, zu vermeiden?
Symbolische Übung – Die Schneekugel
Stell dir deine Wahrnehmung wie eine Schneekugel vor.
Wenn du sie schüttelst, ist alles durcheinander: Flocken, Wirbel, Chaos.
Doch wenn du innehältst, setzt sich alles langsam.
Das klare Bild kommt von selbst.
Vielleicht genügt ein Atemzug oder ein stiller Moment der Erlaubnis:
„Ich muss nichts tun. Ich darf nur da sein.“
2. Schritt: Selbstregulation – Vom Impuls zur Wahlfreiheit
Wenn du wahrnimmst, kannst du lenken. Nicht kontrollieren – sondern gestalten.
➤ Atem als Schlüssel
Ich atme – und finde Raum zwischen Reiz und Reaktion.
z. B. 4 Sekunden ein – 6 Sekunden aus
Die verlängerte Ausatmung sagt deinem Nervensystem: „Ich bin sicher.“
➤ Sensorische Verankerung (Embodiment)
Zurück ins Jetzt – über deinen Körper:
1. spüre deine Füße auf dem Boden
2. berühre einen Gegenstand mit Struktur
2. erfasse den Raum mit allen Sinnen
➤ Gefühle benennen = Regulieren
Wenn ich es benennen kann, verliert es Macht.
1. Finde ein Wort für das, was du spürst
2. Alternativ: Finde ein Bild, ein Symbol oder eine Farbe
Denn mit jedem Wort, das ich finde, entsteht ein Moment von Freiheit.
Dafür gibt es sogar eine neuropsychologische Erklärung:
Lisa Feldman Barrett, eine führende Neurowissenschaftlerin, nennt das emotionale Granularität – die Fähigkeit, viele feine Begriffe für das eigene Erleben zu haben.
Studien zeigen:
Je differenzierter unser inneres Vokabular, desto größer unsere Fähigkeit, bewusst zu handeln statt reflexhaft zu reagieren. So gelingt Selbstregulation leichter – und Sprache wird zur Landkarte. Und zum Kompass zugleich
➤ Selbstanbindung durch Berührung
Ich bin da – für mich.
Wenn du magst, leg jetzt deine Hand auf dein Herz. Oder auf deinen Bauch. Dort, wo du gerade am meisten Verbindung spürst. Nimm einen Moment Zeit – spüre die Wärme deiner Hand, den Kontakt. Nichts muss geschehen.
Nur: Ich bin da – für mich.
Vielleicht möchtest du auch sanft deinen Arm berühren. Langsam. Achtsam. Wie eine Geste der Fürsorge – von dir, an dich. Und wenn du willst, halte dich selbst – wie in einer Containment-Geste.
So nennen Therapeuten eine liebevolle, umhüllende Berührung, die deinem Nervensystem signalisiert: „Ich bin sicher. Ich bin gehalten.“ Es ist wie eine Umarmung durch deine eigenen Hände. Eine Geste, die nichts verändern muss – sondern einfach da ist. Still. Gegenwärtig. Wahr.
➤ Inneres Team befragen
Der systemisch-innerere Dialog
1. Wer in mir ist gerade laut? Wer leise?
2. Welche Stimme meldet sich – Angst, Schutz, Ärger, Hoffnung?
3. Was will dieser Anteil mir zeigen?
3. Schritt : Integration
Bewusst gestalten statt reagieren im Alltag.
Reflexionsfragen für deine Praxis:
1. Was habe ich heute in meinem Körper bewusst gespürt?
2. Wann konnte ich innehalten – statt automatisch zu reagieren?
3. Was habe ich heute anders gemacht als früher?
4. Welche kleine Geste der Selbstzuwendung hat mir gutgetan?
Hast du Lust auf einen Moment kreativer Selbstwahrnehmung?
Dann lade ich dich ein, zu zeichnen zum Thema : „Mein innerer Zustand heute“
Nimm dir einen Moment Zeit, um nach innen zu lauschen. Diese kleine Übung lädt dich ein, deinen momentanen Zustand zu entdecken – sichtbar und spürbar zu machen. Nicht nur mit Worten, sondern mit Linien, Formen und Verbindungen. Kreativität beginnt oft dort, wo Worte enden. Du brauchst nur ein Blatt Papier und einen Stift. Oder – wenn du magst – auch Farben als Gestaltungsmöglichkeit.
Vielleicht bekommen die Linien, die von außen kommen, eine andere Farbe als jene, die aus dir herausführen. Oder du wählst Farben ganz intuitiv – je nachdem, wie sich ein Reiz, eine Reaktion oder eine Verbindung für dich anfühlt. Es gibt kein Richtig und kein Falsch. Farbe kann dir helfen, Zusammenhänge sichtbar zu machen, Emotionen zu spüren oder einfach mehr Lebendigkeit in dein Bild zu bringen.
Und wenn du öfter zeichnest, magst du dir vielleicht eine eigene Farbsprache entwickeln – ganz individuell, ganz aus dir heraus.
Tipp: Du kannst dir die Bedeutung deiner Farben ganz einfach notieren – zum Beispiel auf der Rückseite deines Blattes oder auf einem kleinen Beiblatt. So entsteht mit der Zeit eine ganz persönliche Farb-Landkarte deiner Innenwelt.
Schritt 1: Der Kreis – Ich im Jetzt
Zeichne in die Mitte deines Blattes einen Kreis. Er steht für dich. Für deinen gegenwärtigen inneren Zustand – so, wie du dich gerade fühlst, ohne es benennen zu müssen. Vielleicht ist der Kreis ganz rund – vielleicht unregelmäßig. Groß oder klein, offen oder geschlossen. Lass ihn so stehen, wie es sich stimmig anfühlt.
Schritt 2: Reize und Impulse – von außen nach innen
Nun zeichne Linien, die von außen auf deinen Kreis zulaufen. Diese Linien stehen für Reize, Emotionen oder Einflüsse, die heute auf dich eingewirkt haben oder noch wirken. Was ist auf dich eingeprasselt? Was hat dich bewegt – berührt – gestresst – inspiriert? Du kannst jede Linie anders gestalten: dick, dünn, gezackt, fließend – je nachdem, wie intensiv oder sanft der Reiz war.
Schritt 3: Antworten und Möglichkeiten – von innen nach außen
Jetzt zeichne Linien, die aus deinem Kreis nach außen führen. Sie symbolisieren deine Reaktionen, Antworten oder Handlungsmöglichkeiten. Was ist aus dir heraus entstanden? Wie hast du auf das reagiert, was dich berührt hat?
Oder: Wie könntest du darauf antworten – aus deinem inneren Raum heraus?
Vielleicht war da Rückzug. Oder Klarheit. Vielleicht Kreativität, Stille oder Bewegung. Gestalte auch diese Linien in ihrer eigenen Qualität: gerichtet, verspielt, gebremst, rhythmisch. Ganz so wie du möchtest.
Schritt 4: Verbindungen schaffen – zwischen innen und außen
Nun verbinde einige der Linien miteinander. Zwischen außen und innen. Zwischen Reiz und Reaktion. Zwischen dem, was auf dich zukam – und dem, was aus dir heraus entstanden ist. Diese Verbindungen können für deine inneren Prozesse stehen: für Wahrnehmung, für Spüren, für Entscheiden. Oder auch für das, was du noch nicht ganz greifen kannst, aber erahnst. Du kannst sie benennen – oder einfach wirken lassen.
Drei mögliche Wege könnten dich leiten:
– der Fühlweg
– der Beobachtungsweg
– der Gestaltungsweg
Lass dein Bild zu einer Landkarte deiner eigenen Innenwelt werden.
Intention:
Diese Übung macht sichtbar, was oft unbewusst in dir wirkt – und schenkt dir die Möglichkeit, daraus schöpferisch zu gestalten. Du musst nichts verstehen, analysieren oder deuten.
Lass dein System sprechen – in Linien, Formen, Bewegungen.
So entsteht Verbindung: zwischen Wahrnehmung, Ausdruck und Gestaltung. Wenn du magst, betrachte dein Bild am Ende in Ruhe. Vielleicht möchtest du ihm ein Wort, einen Titel oder eine Geste hinzufügen.
Oder es einfach ruhen lassen – als stille Momentaufnahme deines heutigen Seins.
Wertschätzung
Ich hoffe, diese Übung bereichert deine Innenwelt mit neuen Impulsen. Wenn du die Übung beruflich nutzen möchtest, freue ich mich, wenn du meinen Podcast „Innen.Art mit Beate Eierle“ als Inspirationsquelle erwähnst und auf meine Webseite www.beate-eierle.de hinweist. Vielen herzlichen Dank, dass du meine Arbeit auf diese Weise wertschätzt!
Hören oder Lesen?
Wenn dich meine Art, Themen zu beleuchten, berührt, abonniere gerne meinen Podcast und lass uns gemeinsam etwas Neues beginnen.
Wenn du die Folge nachlesen möchtest, findest du sie auf meiner Webseite www.beate-eierle.de.
Wenn du deine eigenen Themen kreativ erforschen möchtest, lade ich dich herzlich ein, gemeinsam mit mir neue Wege zu entdecken – mit Achtsamkeit und Feingefühl, dorthin, wo sich deine wahren Möglichkeiten entfalten und dein Inneres in neuen Farben leuchten darf. Melde dich gerne bei mir über meine Webseite www.inspiratiografie.de – ich freue mich auf dich!“
Outro
Denk daran! Meine Worte entspringen meiner eigenen Innerlichkeit, meinen Erfahrungen und Wachstumsprozessen. Betrachte sie bitte als Einladung, deine Reise durch die inneren Landschaften deiner Welt zu beginnen.
Finde deine ureigene Wahrheit, so wie ich meine gefunden habe, und folge dem Weg, der sich für dich richtig anfühlt – in deinem Tempo und mit deinem individuellen, künstlerischen Ausdruck. Sei dein eigener Guru, denn niemand lebt dein Leben oder hat die gleiche Geschichte wie du. Du allein lebst in deinem Körper, und jeder geht seinen ureigenen Weg.
Das war die Folge 5: Überraschungsbesuch – Emotion oder Gefühl?
Herzlichen Dank, dass du mir heute deine kostbare Zeit geschenkt hast. Ich freue mich, dich auf die nächste Reise mitzunehmen.